Wechselmodell nach geraden und ungeraden Wochen: der vollständige Ratgeber

Der wochenweise Wechsel ist die mit Abstand verbreitetste Form des Wechselmodells. Er funktioniert, weil beide Elternteile denselben eindeutigen Bezugspunkt prüfen können: die Nummer der Woche im Jahr.

Wie eine gerade Woche gezählt wird

Die Zählung folgt der internationalen Norm ISO 8601 — derselben, die Kalender, Lohnprogramme und Schulpläne verwenden. Drei Regeln genügen:

  • Die Woche beginnt am Montag und endet am Sonntag.
  • Woche 1 eines Jahres ist diejenige, die den ersten Donnerstag im Januar enthält.
  • Eine Woche, deren Nummer durch zwei teilbar ist, ist gerade, sonst ungerade.

Daraus folgt etwas Unerwartetes: Eine Woche gehört zu dem Jahr, in dem ihr Donnerstag liegt. Der 31. Dezember fällt daher regelmäßig in Woche 1 des Folgejahres und der 1. Januar in Woche 52 oder 53 des Vorjahres.

Der Wechseltag

Nichts zwingt dazu, die Kinder montags zu übergeben. Drei Varianten kommen am häufigsten vor:

  • Freitagabend, nach der Schule — die häufigste. Das Kind verbringt das ganze Wochenende bei dem Elternteil, das die Woche übernimmt.
  • Montagmorgen, zum Schulbeginn — die Betreuungswoche deckt sich dann genau mit der Kalenderwoche.
  • Mittwoch, in Frankreich oft ein kurzer oder schulfreier Tag, der die Woche teilt.

Welcher Tag auch gewählt wird: Maßgeblich ist die Parität der Woche, in der die Periode beginnt. Eine Übergabe am Freitag der Woche 12 eröffnet also die Periode „Woche 12", auch wenn die meisten Tage in Woche 13 fallen. So lesen es die Vereinbarungen, und so rechnet unser Plangenerator.

Die tatsächliche Verteilung der Tage

In einem gewöhnlichen Jahr mit 52 Wochen erhält jedes Elternteil genau 26 Wochen, also 182 Tage. In einem Jahr mit 53 Wochen bekommt eines der beiden 27. Dieser Unterschied von einer Woche gleicht sich meist im Folgejahr aus — besser jedoch vorher bedacht als hinterher entdeckt.

Was in die Vereinbarung gehört

Um Streit zu vermeiden, sollte eine Elternvereinbarung fünf Punkte klar regeln: den gewählten Rhythmus und wer die geraden Wochen übernimmt, Tag und genaue Uhrzeit der Übergabe, den Ort der Übergabe, die Behandlung von Schulferien und Feiertagen und schließlich die Regel für Jahre mit 53 Wochen.

Bei Uneinigkeit gilt allein der Gerichtsbeschluss oder die genehmigte Vereinbarung. Die Werkzeuge dieser Website helfen, einen Rhythmus sichtbar zu machen; sie ersetzen kein Rechtsdokument.