Jahre mit 53 Wochen: die Falle, die die Betreuung aus dem Gleichgewicht bringt

Die meisten Jahre haben 52 Wochen. Manche haben 53, und dieses Kalenderdetail hat für getrennte Eltern eine sehr konkrete Folge: ein Elternteil betreut die Kinder zwei Wochen am Stück über den Jahreswechsel.

Warum 53 Wochen

Ein Kalenderjahr hat 365 Tage — 52 Wochen und einen Tag, in Schaltjahren zwei. Diese überzähligen Tage ergeben mit der Zeit eine zusätzliche Woche. Konkret hat ein Jahr 53 Wochen, wenn der 1. Januar auf einen Donnerstag fällt, in Schaltjahren auch auf einen Mittwoch.

Das wiederholt sich unregelmäßig etwa alle fünf bis sechs Jahre: 2015, 2020, 2026, 2032, 2037.

Die Folge für den Rhythmus gerade/ungerade

Woche 53 ist ungerade. Woche 1 des Folgejahres ebenfalls. Zwei ungerade Wochen folgen also aufeinander, und das Elternteil mit den ungeraden Wochen betreut die Kinder vierzehn Tage am Stück.

Ende 2026 läuft diese Doppelwoche von Montag, dem 28. Dezember 2026, bis Sonntag, dem 10. Januar 2027. Über das Jahr erhält dieses Elternteil 27 Wochen gegenüber 26 des anderen.

Wie man damit umgeht

In Vereinbarungen finden sich drei Herangehensweisen:

  • Nichts tun und die Doppelwoche geschehen lassen, mit Ausgleich beim nächsten langen Jahr — der Unterschied kehrt sich dann von selbst um.
  • Den Rhythmus tauschen zum 1. Januar des Folgejahres: Wer die geraden Wochen hatte, übernimmt die ungeraden, was sofort ausgleicht.
  • Woche 53 herausnehmen und sie in der Vereinbarung ausdrücklich dem anderen Elternteil zuweisen.

Welche Variante auch gewählt wird: Entscheidend ist, dass sie schriftlich festgehalten ist. Eine am 28. Dezember entdeckte Doppelwoche ohne vorgesehene Regel ist eine klassische Konfliktquelle.

Unser Plangenerator weist auf solche Abfolgen automatisch hin und nennt die genauen Daten.